Nov 28 2017

Wasserreinigung: Trinkwasser selber herstellen

Wasserreinigung Trinkwasser selber herstellen

Rund um das Thema Wasserreinigung existieren viele Fragen und Unsicherheiten. Darum wollen wir hier mehr Klarheit in Sachen Wasser und Reinigung bringen.

 

Hahnwasser reinigen – sinnvoll oder nicht?

Wasser wird nicht umsonst Quell des Lebens genannt. Denn eine ausreichende Menge Wasser zu trinken ist maßgeblich für unser körperliches und geistiges Wohlbefinden.

Hahnwasser reinigen - sinnvoll oder nicht?

Wer dabei keine Lust hat Wasserkästen zu schleppen oder Wasser aus Plastikflaschen ablehnt, greift gerne zu Leitungswasser und ist damit gut beraten, die Qualität zu überprüfen. Trinkwasser gehört zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Viele Deutsche stehen der Wasserqualität aus dem Hahn trotzdem skeptisch gegenüber.

Die häufigsten Bedenken: Blei und Kupfer in den Rohren, Rückstände von Kalk, Keimen, Hormonen oder von Pestiziden. Die Trinkwasserverordnung regelt zwar, dass die Wasserwerke mögliche Schadstoffe aus dem Wasser filtern und strenge Kontrollen durchführen müssen, doch die Qualität kann nur bis zum jeweiligen Hausanschluss garantiert werden. Kritische Stoffe wie Blei oder Kupfer können tatsächlich aus alten Rohrleitungen in das Trinkwasser gelangen – vor allem bei Altbauten kommen Bleirohre noch häufiger vor.

 

Welche Fremdstoffe können unser Wasser verunreinigen?

Schadstoffe im Trinkwasser? Natürlich stimmt es, dass unser Leitungswasser überwacht wird, trotzdem können sich tausende Fremdstoffe in ihm befinden, die sich unter Umständen schädlich auf unsere Gesundheit auswirken.

Mehr erfahren Sie hier:

 

Welche Fremdstoffe können unser Wasser verunreinigen?

– Bakterien / Keime:

Durch den Wasserhahn können auch Krankheitserreger in den Körper gelangen. Sie sind häufig krankheitserregend und übertragen Krankheiten wie Cholera, Typhus, Salmonellen, Magen-Darm-Infekte und Grippe. Übrigens: Ein bevorzugtes Versteck für Keime sind die so genannten Mischdüsen, die den Wasserstrahl weicher machen sollen.

– Viren:

10 Prozent der Viren werden durch Wasser übertragen. Zu den gefährlichen Virusinfektionen zählen beispielsweise Gelbsucht bzw. Hepatitis und Kinderlähmung.

– Pestizide:

Sie kommen aus der Landwirtschaft und aus Abwässern ins Grundwasser. In Deutschland sind mehrere Hundert Spritz- und Düngemitteln im Einsatz. Sehr viele davon gelten als ganz und gar nicht gesundheitsförderlich.

– Chemikalien:

Die genauen Chemikalien zu definieren, die sich in unserem Trinkwasser tummeln, ist fast unmöglich – genauso wie vorauszusagen, welche Schäden sich für den Mensch langfristig daraus ergeben. Auch noch nicht klar ist, ob sich von Chemikalien verunreinigtes Wasser zum Beispiel durch Medikamentenrückstände wie Hormone und Antibiotika vollständig herausfiltern lassen.

 

 

Welche Methoden zur Wasserreinigung gibt es?

Besonders Familien mit Kleinkindern bzw. Babys oder Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten, greifen immer häufiger auf moderne Wasserfilter zurück und bereiten ihr Wasser Zuhause auf. Welcher Wasserfilter dazu der richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Hier geben wir Ihnen einen kleinen Überblick, welche Filtrationsverfahren es gibt  und wie sie eingesetzt werden können.

Welche Methoden zur Wasserreinigung gibt es?

Tischfilter

Für den Hausgebrauch: Wasserfilter in Form von Tischfiltern sind im Handel als Kannen oder Karaffen mit eingebauten Kartuschen erhältlich und werden von vielen Marken angeboten. Das Wasser wird meist oben in die Kanne eingefüllt, und fließt dann von einer Kammer durch einen Filter in eine zweite Kammer. Dabei wird das Wasser gereinigt.

Kohle Wasserfilter

Wasserfilter enthalten in den meisten Fällen ein Aktivkohle Element und entfernen je nach Filtergröße verschiedene Arten von Schadstoffen. Sie sind hauptsächlich für die Entkalkung von Leitungswasser gedacht. Das Filtern mit Aktivkohle soll das Leitungswasser für die Zubereitung von heißen Getränken wie Tee oder Kaffee verbessern, die so ihr volles Aroma entfalten können. Zu Bedenken ist allerdings, dass bei Wasserfiltern das Risiko der Verkeimung des Filters besteht, was zu einer hohen Bakterien-Belastung im Trinkwasser führen kann. Die Filter müssen also regelmäßig und frühzeitig ausgetauscht werden.

Wasserdesinfektion

Die Wasserdesinfektion wird in der Regel nur für stark verkeimtes Wasser genutzt. Die bekannteste ist ganz einfach: das Wasser wird abgekocht – geeignet vor allem für den Hausgebrauch. Eine weitere Möglichkeit zur Entkeimung ist die UV-Desinfektion. Durch die UV-Strahlung werden Bakterien, Viren und viele Arten von Sporen abgetötet ohne dabei die Umwelt zu belasten. Desinfektion durch den Zusatz bestimmter chemischer Stoffe ist ebenfalls möglich (häufig mit Silber- oder Jod-Ionen).

Umkehrosmose Anlage

Eine Umkehrosmose Anlage reinigt das Wasser von allen Fremdstoffen – das Ergebnis ist häufig vergleichbar mit destilliertem Wasser und macht das Leitungswasser quasi steril. Sterilisiertes Wasser hat allerdings die Folge, dass die natürliche Mineralisierung des Wassers entfernt wurde, was gesundheitlich nicht unbedenklich ist.

Noch ein Nachteil: Die Umkehrosmose Anlage benötigt zur Reinigung sehr viel Strom und verbraucht für 1 Liter steriles Wasser 10 Liter Trinkwasser.

 

Gute Gründe für Wasserfilter im Hausgebrauch

Täglich unbegrenztes sauberes Wasser aus dem Hahn zu trinken – das wünschen sich viele Verbraucher und nutzen dazu Wasserfilter.

Gute Gründe für Wasserfilter im Hausgebrauch

Die Motive sind unterschiedlich. Einer der Hauptgründe ist beispielsweise, dass das Wasser nicht nur reiner sondern auch weicher ist, was unverzichtbar für ein ideales, volles Aroma von Heißgetränken wie Tee oder Kaffee ist.

Weitere Vorteile von weichem Wasser: Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen, Waschmaschinen oder Bügeleisen verkalken nicht mehr. Wasch- und Reinigungsmittel schäumen bei weichem Wasser besser, man verbraucht also weniger. Auch Kalkablagerungen lassen sich vermeiden.

Wie funktionieren Wasserfilter

In der Regel kommt eine Filterkartusche aus Ionentauschern und Aktivkohle zum Einsatz: Der Ionentauscher filtert kleinste geladene Teilchen wie Kalziumionen und Magnesiumionen und gibt gleichzeitig Wasserstoffionen ab.

Wie funktionieren Wasserfilter

Bilderquelle: ZEPTER Medical – Ihre Gesundheitsprodukte

Das Ergebnis ist weniger Kalk und damit weicheres Wasser. Der Aktivkohlefilter entfernt zusätzlich mögliche Verunreinigungen wie Chlor, Medikamente oder Düngemittel. Es gibt aber auch Wasserfilter, die nur mit Aktivkohle arbeiten. Sollten Sie sich für diese Art von Wasserfilter entscheiden, sollten Sie auf Folgendes achten: Da die Schadstoffe am Kohlefilter haften bleiben, muss dieser unbedingt regelmäßig ausgewechselt werden. Übrigens je feiner das Granulat ist, desto besser sind die Filtereigenschaften.

Gesundes Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebenselixier. Wir können mehrere Wochen ohne Nahrung, aber nur wenige Tage ohne Wasser auskommen. Darum ist es naheliegend, dass die Wasserqualität uns besonders wichtig sein sollte.

Kein Wunder also, dass sich viele Menschen Gedanken machen, ob der Kauf eines Wasserfilters sinnvoll ist oder nicht.

Ob Schadstoffe im Leitungswasser, die Vorteile von weichem Wasser für Haushaltsgeräte oder einfach nur der bessere Geschmack – unser Fazit ist, es gibt gute Gründe sich einen Wasserfilter anzuschaffen.

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