Mai 12 2017

Mit Igelhaus & Co igelfreundliche Gärten gestalten

Ein neuer Wettbewerb scheint unter Deutschlands Gärtnern Einzug zu halten – der um den tier- und umweltfreundlichsten Garten, der nicht nur tolle Blumenarrangements und elegante Wasserspiele präsentiert, sondern mittendrin auch Vogel- und Igelhaus.

 

Artenschutz – die neue Teildisziplin moderner Gartenpflege, die in diesen Zeiten vielleicht ehrgeiziger denn je verfolgt wird.

Gärten heute sind Ausdruck des ästhetischen Empfindens und persönlichen Geschmacks ihrer Besitzer, sind individuelle Orte. Hinter denen ein ganzes Konzept und durchdachte Strukturen stehen. Immer öfter erkennt man in ihnen aber auch die Haltung in Sachen Umwelt- und Artenschutz.

Der Gärtner, der heute etwas auf sich hält, denkt umweltbewusst: Komposthaufen, wassersparende Elemente oder der Verzicht von übertriebenem Chemieeinsatz – Stichwort: kein Dünger und Insektenvernichter – sind schon längst an der Tagesordnung. Gärten werden wieder naturnäher, Natürlichkeit ist Trumpf. Und dabei rückt auch die im Garten heimische Tierwelt wieder stärker in den Fokus.

 

Aktuelle Trends der Gartengestaltung ganz zu Gunsten von Igel und Vogel

Ein gewisses Maß an Natürlichkeit und ein Hauch Wildheit im Garten – die aktuell angesagten Trends des Gartendesigns – sorgen nicht nur für Charme und Romantik, sondern eben auch für Wohlfühlatmosphäre für die Igelfamilie ebenso wie für eine ganz heterogen besetzte Vogel- oder Insektenschar.

Diese Wildheit hat dabei nichts mit Verwahrlosung, Unordnung oder Chaos zu tun, sondern ist bewusst und geplant.

Wo früher noch streng geometrische Formen vorherrschten, klare Linien und ein exaktes Design, bestimmen heute viel mehr Offenheit und Ursprünglichkeit das Gartenbild. Ganz zu Gunsten zahlreicher Wildtiere.

Naturnahe Gartengestaltung ist aber nur die eine positive Entwicklung über die sich beispielsweise Igelfamilien freuen. Das andere sind gezielt integrierte Vogel- oder Igelhäuser.

 

Paradebeispiel: Geschickt integrierte Igelhäuser

Diese treten durchaus reichhaltig in Erscheinung. Mit Insekten, Vögeln, Fröschen, aber zum Beispiel auch Igeln finden sich dankbare Empfänger.

Die Stilmittel des modernen Gartens! Durch immer kreativere Ideen interagieren Effekte und stilistische Mittel mit funktionalen Elementen, die der Tierwelt nutzen. Pflanzenbetonte Anlagen, Gehölze, Stauden und Gräser hier fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild mit dem gezielt gesetzten Igelhaus dort. Und das ist nur eines von zahlreichen Beispielen.

Wer auf größte Individualität Wert legt, kann Igelhäuser und Co auch selbst anfertigen und so ganz seinem Geschmack und Gartenstil entsprechend herrichten. Formen und Farben der künstlichen Unterschlüpfe und Niststätten gibt es aber auch im Handel nahezu ohne Grenzen.

Guter Rat an alle Gartendesigner: Am Besten jedoch nicht allein Wert auf Optik und Ästhetik legen, sondern auch auf Funktionalität. Igelhäuser müssen – wenn sie ihrem Zweck entsprechen sollen – gut zugänglich sein für die kleinen Stacheltiere, sie sollten auch bereits grundlegend mit Nistmaterial befüllt sein sowie ein- bis zweimal jährlich gereinigt werden (keinesfalls natürlich inmitten des Winterschlafs). Noch mehr Aufmerksamkeit muss Igelfutterhäusern gelten: Diese sollten fast täglich gereinigt werden, um Krankheitsübertragungen an der Futterstelle vorzubeugen.

 

Kein Gegensatz mehr von Natürlichkeit und Gartendesign

Dass ein gepflegter Garten Arbeit macht, weiß jeder Gärtner, eine durchdacht geplante Grünoase sogar noch mehr. Da kommt es auf die Pflege der Igelhäuser auch nicht mehr an.

Genau dies scheint angekommen zu sein bei all den Trendgärtnern und Experten in Deutschland. Gartengestaltung und naturnahe, tierfreundliche Gärten – das schließt sich nicht mehr aus. Zum Glück für Igel, Amsel, Schmetterling und Wildbiene.

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